Als mir im letzten Frühjahr jemand eine sehr dekorative Pflanze schenkte – etwa dreißig Zentimeter hoch mit großen, hell- und dunkelgrün gefärbten Blättern – wusste ich, als frischgebackener Gartenbesitzer zuerst gar nicht, was ich da eigentlich vor mir hatte.
Zum Glück konnte mir der Überbringer weiterhelfen. Es handelte sich um eine Hosta oder Funkie, wie sie auch genannt wird, eine Gartenstaude, die aus dem asiatischen Raum stammt und 2009 sogar zur Staude des Jahres gewählt wurde. Man kennt über vierzig Hosta-Arten, darunter auch viele, die über einen Meter groß werden können.
Richtiger Umgang mit Funkien
Ich muss gestehen, dass ich mich zu Anfang nicht besonders um die Pflanze gekümmert habe. Wer lange Freude an einer Funkie haben möchte, muss im Grunde aber auch nicht allzu viel beachten. Diese genügsame Gartenpflanze braucht wenig Pflege, sie benötigt einen schattigen, nicht zu trockenen Standort an dem sie dann jahrelang gut gedeiht. Hosta sind winterharte Gewächse, trotzdem konnte ich kaum glauben, dass meine Staude den letzten, wirklich kalten Winter im Garten gut überstanden hatte.
Ich wollte sie schon aufgeben, als ich sie mit einem mal wieder in sattem grün an ihrem alten Platz stehen sah, nachdem Schnee und Eis lange verschwunden waren.
Das hat mich dann doch beeindruckt. Diesen Herbst werde ich den Boden um meine Funkie mit etwas Rindenmulch bedecken und die vertrockneten Blätter entfernen, um es der Pflanze ein wenig leichter zu machen. Auch etwas Gießwasser an heßen Tagen kann nicht schaden, denn Hosta wachsen an feuchten Standorten noch besser. Wer weiß, vielleicht wird meine Funkie ja auch irgendwann einen Meter groß.